Ich habe gerade Signalis beendet (mit PROMISE-Ende).
Ich bin… verwirrt, im guten Sinne.
Ich will wenig zur Story sagen, einmal ist dazu viel gesagt und zweitens will ich hier niemanden spoilern. Aber das ging eh schwer, weil das eine der wenigen Stories ist, die erfahren werden muss - eine Zusammenfassung wird nix rüberbringen.
Das Spiel spielt sich wie eine Art top-down Resi. Die Grafik nimmt ganz klar inspiration bei PS1-Grafik, macht aber sein eigenes Ding draus - zum Beispiel mit richtig schönen Reflektionen, die sicherlich auf einer PS 1 nicht gingen.
Das Design ist vorzüglich. Gerade das Spiel mit mehreren Sprachen - das Spiel nutzt Englisch, Deutsch und chinesische Schriftzeichen gemischt, hat was ganz eigenes.
Das Inventarlimit ist knackig, aber mit ein wenig Vorplanung lässt sich der grossteil des Spiels ohne viel geschachtel spielen.
Ich hatte definitiv meinen Spass - gerade die Story hat richtig viel Freude gemacht.
Die Rätsel sind im kleinen gut aber das Spiel selbst ist eine grosse Fetch-Quest. Das ist etwas schade - nie weiss man, wo es eigentlich hin geht. Ich weiss, dass das Spiel viel im vagen lassen will, aber es wäre schon besser gewesen, wenn man wenigstens ein Ziel hat, das nicht „diese Tür braucht 6 Schlüssel, also ist das Ziel wohl, die 6 Schlüssel zu finden“.
Ja, und der Horror: der zieht. Sind die ersten Spielstunden erstmal verflogen, gruselt einen zwar das Minute-zu-Minute-Gameplay nicht mehr, aber das ganze Setup und die ganzen Erlebnisse lassen schon ein Unwohlsein aufkommen.
Ich mag das eigentlich lieber: An die Umgebung kann man sich gewöhnen. An das was erzählt wird… weniger.





