Nein, und ich rechne auch nicht mehr damit. Man muss aber auch nicht mit einem sofortigen Untergang des Systems rechnen wenn man einige Regeln beachtet:
Ich schaue auch täglich, aber bislang steht immer noch nichts da…
Bei Heise gibt es Berichte über erste Rechner, auf denen die Registrierung angeboten wird - Windows 10: Registrierung für Supportverlängerung auf ersten Rechnern möglich. Bei mir persönlich tut sich allerdings auch noch nichts. Üblicherweise kommen Sicherheitsupdate ja immer am 2. Dienstag des Monats, insofern kommt die Aktivierung dann vielleicht nächste Woche.
Ich habe mir jetzt den Ruck gegeben und mein Windows 10 auf Windows 11 aktualisiert. Der Gedankengang war relativ simpel: Da ich vor einigen Monaten Linux (Fedora) zu meinem Haupt-OS erkoren habe und auch das Spielen darunter extrem gut läuft, boote ich kaum noch in Windows hinein. Darum kann ich das genausogut auf 11 aktualisieren, damit ich für die Handvoll Dinge, die nur unter Windows laufen (insb. Dorico 6) auch ein aktuelles Betriebssystem habe.
Fazit nach ein bisschen Umherschauen: War eine gute Entscheidung, wieder verstärkt auf Linux zu setzen. Hasse das komplette Layout. ![]()
Da mein aktueller PC kein Win11 nativ unterstützt, werd ich auf den Extended Support warten und den Rechner von allen sensiblen Daten befreien. Damit wäre der Steam Account, der dann nur über Gutscheinkarten befeuert wird, der einzige Angriffspunkt. Da vertraue ich dann auf 2FA und meine Fortinet Hardwarefirewall. Getrennt davon mein Laptop mit Win11 und den sensiblen Daten in einem eigenen VLAN. Wird schon reichen, für den Hausgebrauch.
Unsicher bin ich beim Backup. Mach ich das vom Spielerechner dann überhaupt noch aufs NAS, dass dann wieder ein Bein in jedem Segment haben müsste, oder isoliere ich den Rechner?
Die Hardware stammt zwar aus 2019, aber damals hab ich relativ High-End eingekauft und die Kiste reicht einfach für alles was ich machen / zocken will. Warum also wegwerfen, nur weil es keinen TPM Chip gibt?
So einen ähnlichen Gedankengang hatte ich auch, aber habe ChatGPT konsultiert und es hat mir geraten, das aus Performance-Gründen bei meinem i7 zweiter Generation Windows 10 besser sei. Naja, aber ich boote den Windows-Rechner eh nur wenige Male im Jahr, nutze primär jetzt den Mac.
Hab noch einmal nachgelesen, also es war eher:
Perfekt, das erklärt jetzt alles schwarz auf weiß
Das Tool bestätigt im Grunde genau das, was wir schon wussten — dein Rechner ist aus Sicht von Microsoft einfach zu „altmodisch“ für Windows 11, aber technisch völlig funktionsfähig.
Hier die wichtigsten Punkte aus deinem Screenshot, kurz eingeordnet:
Fazit:
Dein System scheitert rein formell an den Punkten UEFI, TPM 2.0 und CPU-Whitelist — nicht an der tatsächlichen Leistung.
Mit einem simplen Installations-Trick (Registry-Keys oder modifiziertes Install-Medium) ließe sich Windows 11 problemlos starten und nutzen.
Aber: du würdest keinen echten Sicherheits- oder Performance-Vorteil haben, nur ein moderneres Logo – und mehr Bloat.
Empfehlung:
Bleib bei Windows 10, das ist für diese Plattform perfekt.
Wenn du irgendwann mal experimentieren willst, kannst du mit einem USB-Stick und Rufus („Bypass TPM/UEFI checks“) spaßeshalber Windows 11 testen – läuft, aber lohnt sich nicht dauerhaft.
Kurz gesagt:
Dein PC ist technisch fit, nur Microsoft hält ihn „künstlich alt“.
Windows 10 bleibt die bessere Wahl für Stabilität, Performance und Nerven.
Man muss dazu sagen, das ist am Ende einer längeren Unterhaltung gewesen, wir haben uns ausgetauscht darüber was ich hier auf meinem Rooter als Custom Firmware und so laufen habe, meine DNS Resolver im Netz, demnächst eventuell noch ein Reverse Proxy, mein Nutzungsverhalten, etc. Falls jetzt jemand Einspruch erhebt, die Aussage von ChatGPT wäre so pauschal nicht richtig ![]()
Ich habe dann noch einmal wegen der Update-Frage nachgehakt:
Das ist eine sehr gute und berechtigte Frage — und da herrscht tatsächlich viel Verwirrung, weil Microsoft das selbst jahrelang etwas zweideutig formuliert hat.
Ich geb dir hier mal den realen Stand (Stand: Oktober 2025), so wie er sich in der Praxis zeigt:
Kurzantwort:
Ja, du bekommst ganz normal Sicherheits- und Funktions-Updates, auch wenn dein Rechner offiziell nicht unterstützt ist.
Microsoft droht zwar, dass das nicht garantiert sei — aber in der Realität liefert Windows Update weiterhin alle Patches.
Und das gilt schon seit dem ersten Release von Windows 11 im Jahr 2021.
Was Microsoft offiziell sagt
Microsofts Formulierung ist:
„Geräte, die die Mindestanforderungen nicht erfüllen, haben möglicherweise keinen Anspruch auf Updates, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Sicherheitsupdates.“
Das klingt nach „keine Updates“, ist aber nur eine rechtliche Absicherung.
Damit wollen sie verhindern, dass jemand Ansprüche stellt, falls irgendwann mal etwas nicht kompatibel ist.
Was tatsächlich passiert
Seit über drei Jahren installieren unzählige Leute Windows 11 auf nicht-unterstützten Systemen (z. B. i7-2600K, i5-3570, i7-875K, usw.).
Ergebnis:
Alle kumulativen Sicherheitsupdates (Patch Tuesday) kommen ganz normal.
Funktionsupdates (z. B. 23H2 → 24H2) lassen sich meist über Windows Update oder ein In-Place-Upgrade mit ISO installieren.
Treiberupdates funktionieren ganz normal über Windows Update oder Hersteller-Tools.
Das System weiß, dass es „unsupported“ ist, zeigt beim ersten Setup einen Hinweis, aber es blockiert nichts.
Einzige Einschränkungen, die auftreten können
Feature-Upgrades (also neue Hauptversionen) werden manchmal nicht automatisch angeboten → du musst dann einfach per ISO oder dem Tool „Windows 11 Installation Assistant“ manuell upgraden.
Microsoft-Support (Hotline, Garantie, Business-Ticket) greift offiziell nicht, aber das betrifft Privatanwender ohnehin nicht.
Zukunft: Theoretisch könnte Microsoft irgendwann wirklich blockieren — aber nach vier Jahren ist das nie passiert.
Sicherheitsupdates = Ja
Selbst wenn dein Board kein TPM oder Secure Boot hat, erhältst du alle sicherheitsrelevanten Updates.
Die Update-Server prüfen das nicht, solange Windows 11 einmal installiert und aktiviert ist.
Also kurz gesagt:
Wenn du Windows 11 mit einem Trick installierst (z. B. über Rufus mit TPM-/Secure-Boot-Bypass), bekommst du weiterhin alle Sicherheitsupdates, genau wie jeder andere Nutzer.
Microsoft droht das Gegenteil nur theoretisch an — praktisch ist das nie passiert.
Hier weiß ich allerdings nicht ob das inhaltlich korrekt ist, aber da ich ja eh nicht vorhabe updzudaten, reicht mir das erst einmal. Ich denke, wenn ich irgendwann eventuell doch mal upgrade auf nen Ryzen + Mainboard, neuer RAM, SATA III SSD upgrade auf M.2 SSD, dann guck ich es mir vielleicht mal an. Bieg mir das System einmal wieder zurecht, soweit das möglich ist, Image davon erstellen und gut ist. Aber bis dahin bleibt das so, eventuell Internet-Zugriff für die Mac-Adresse sperren. Wichtig ist Zugriff auf Netzwerk und die anderen Geräte.
Habe noch einmal nachgehakt zu dem Punkt, wo es mir sagt, das es nicht an der Leistung scheitert, mir dann aber auch sagt, das ich keinen Performance-Vorteil hätte, ob es mir das genauer erläutern kann:
„Kein Performance-Vorteil“ = Realität auf deiner Hardware
Wenn ich sage, du hast keinen Performance-Vorteil mit Windows 11, dann meine ich:
Selbst wenn du Windows 11 zum Laufen bringst, wird es nicht schneller laufen als Windows 10 –
eher etwas träger, weil:
Die GUI (Fenster, Taskleiste, Startmenü) mehr GPU-Beschleunigung nutzt und grafisch aufwändiger ist.
Mehr Hintergrunddienste aktiv sind (Widgets, Telemetrie, Update-Orchestrator, etc.).
Die Scheduler-Optimierungen für hybride CPUs (Alder Lake und neuer) bei deinem Prozessor gar nichts bringen.
Alte Treiber teils in Kompatibilitätsmodus laufen.
Kurz:
Windows 11 ist für neue CPU-Architekturen optimiert, nicht für deine.
Du verlierst zwar keine nennenswerte Leistung, gewinnst aber auch nichts
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Solange Sicherheitsupdates kommen, sehe ich bei Windows 10 keine großen Gefahren. Das mag jetzt etwas pauschal wirken, aber statistisch gehen die meisten Betrugsfälle wohl auf Phishing und andere Scams zurück, vor denen auch Windows 11 nur bedingt schützen kann. Oder man holt sich die Daten gleich da, wo sie millionenfach liegen. Als Privatperson ist man wahrscheinlich eh nur für das vulnerabel, was man großflächig, automatisiert abfarmen kann und in 90% der Fälle muss man dafür einen Fehler machen, der beim User liegt. Ein guter Virenscanner und eine Firewall retten da schon viel, solange der Bug nicht im System liegt.
Sollten die Updates mal auslaufen, kann man den Rechner ja immer noch betreiben, solange man genau weiß, welche Daten darauf liegen. Kreditkartenzahlung, Banking, Shopping fallen dann aus, aber warum sollte man nicht weiter zocken? Man muss den Rechner dann nur im Netz isolieren, aber das kann ein besserer Router (Client Isolation) oder ein Switch oberhalb Dummstufe (VLANs) auch.
Ich finde es auch interessant, dass sich das bei Rechnern so eingebrannt hat, dass die anfällig sind. Vermutlich ein Relikt aus den 90ern und frühen 2000ern, als wir noch Angst vor Michelangelo und I Love You hatten. In vielen Privatnetzen gibt es genügend Steinzeitrouter und Uralt-Devices, die Tür und Tor offenhalten. Es interessiert nur keinen, weil Aufwand und Ertrag in keinerlei Relation stehen.
Im Endeffekt ist es wie mit jeder Risikoanalyse: Die Panik muss in € umgewandelt werden und dann kann man eine Abwägung treffen, was den Aufwand wert ist.
Die Registrierung wurde dann bei mir gerade freigeschaltet. Wenn man bereit ist, dauerhaft mit einem MS-Konto angemeldet zu sein, hat man dann mit drei Klicks seine kostenlose ESU-Registrierung.
Ich bin sowieso immer mit dem MS-Konto angemeldet, Registrierung war schnell erledigt.
Mal sehen wann ich die Muße habe, Win11 zu installieren.
Vor ein paar Tagen kam Fedora 43 raus ich muss zugeben, meine anfängliche „It just works!“-Begeisterung ist hierdurch merklich gedämpft.
Die Website hat eine Anleitung für die Aktualisierung: Einfach ins Software-Management, aktualisieren, neustarten und dann die Fedora-43-Aktualisierung anstoßen. Der letzte Schritt schlug dann fehl und die Fehlermeldung waren auch nur eine Reihe von Pfaden, die dem DAU wohl kaum etwas sagen. Also das ganze nochmal über das Terminal versucht und dort war klarer, was das Problem ist: Einige Abhängigkeiten vertragen sich nicht mit Fedora 43. Nach etwas Ratlosigkeit habe ich mich dazu entschlossen, die Programme einfach zu entfernen. Dass es sich um Signal handelte war noch einfach, aber dass es nicht wine, sondern wine-core war, welches Probleme machte, war schon wieder mit Google verbunden.
Danach lief das Update dann problemlos durch und ich konnte Pakete nach dem Update einfach wieder installieren, jetzt in der neuen Fedora-43-Version. Jedenfalls, nachdem ich das Fedora-42-Repository von Signal entfernt hab, wo sich direkt noch eine Stolperfalle verbirgt: Das Hinzufügen ist einfach und angenehm, aber zum Entfernen muss man eine Datei in „/etc/yum.repos.d“ löschen. Alles nichts, was ich einem DAU jetzt unbedingt zutrauen würde. Das läuft bei Windows dann schon angenehmer.
Für mich als technisch versierte Person jetzt nicht viel mehr als ein kleiner Huckel auf dem Weg, aber wenn ich ein paar meiner Freunde gesagt hätte „Schmeiß dein Windows weg und nimm einfach Fedora, klappt alles super damit!“ wäre ich jetzt direkt schon wieder der IT-Support. Bin ein bisschen unterwältigt. Das Problem hatte ich bei einem Rolling-Release-Modell wie ArchLinux nie.
Mag natürlich auch damit zu tun haben, dass ich das Upgrade sehr zeitnah gemacht habe, aber hm. Ich hätte erwartet, dass zumindest so etwas wie Wine problemlos funktioniert.
Ja, Proxmox, was ja Debian-basiert ist, von 8 auf 9 zu kriegen war auch ähnlich umständlich. Ich fand die Neuinstallation auf einem zweiten Server einfacher. Hab die dann eh geclustert; nächstes Mal schmeiße ich dann vermutlich einfach einen raus, mach ne Neuinstallation, und wieder rein. Und wiederhole das mit dem Zweiten. Hat auch den Vorteil, dass es keine Downtime gibt (eine der VMs macht DHCP und DNS im LAN).
Bei Apple gibt’s ja seit jeher ständig das Problem, dass man das neuste OS nicht mehr installieren kann, weil die Hardware zu alt ist. Hab so günstig (kostenlos) einen alten Imac gekriegt, Arch Linux drauf, und Mama gegeben. Läuft soweit, mit brandaktueller Software, und wartungsarm.
Linux ist eben nicht Linux. Die Distributionswahl ist schon sehr wichtig.
Ich habe mit Nobara noch eine verschärftere Wahl getroffen und bin bei Updates oft am fluchen, warum ich das getan habe. Das meiste löst sich nach 1-2 Wochen von selbst, aber sowas will ich bei einem Versionsupdate nicht sehen. Das letzte auf 42 lief aber einwandfrei. Das scheint wohl der Nachteil bei Cutting Edge bei den Updates zu sein.
Auf einem anderen Rechner läuft dagegen Linux Mint völlig problemlos aber eben immer ein paar Monate mit neuen Features in den Basispaketen im Verzug. Wo einem das wichtig ist, setzt man auf Flatpak oder Appimage. Im nachhinein wäre das vermutlich die bessere Wahl für meinen Hauptrechner gewesen.
Also, wer wechseln will, sollte Debian, Ubuntu oder Mint nutzen und die Finger von Fedora, Arch & Co. lassen. Über Red Hat und SuSE kann ich nicht urteilen. Die letzte SuSE Installation hatte ich im letzten Jahrtausend gemacht. ![]()
Linux könnte schon längst die Weltherrschaft haben, wenn die community nicht seit vielen Jahren an 37 verschiedenen Strängen zerren würde.
Third Party Repos machen echt gerne mal Ärger bei Updates, Fedora ist schon ganz gut darin auch die Dinger auf die neue Version zu ziehen, das klappt aber nicht immer.
Ich stimme dir aber zu: Das Entfernen von Repos sollte genauso leicht sein wie das Hinzufügen. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass bei Fedora so ziemlich alles in Richtung Repos via dnf config-manager gemacht werden kann, nur löschen halt nicht.
Bei Rolling Release strecken sich die Probleme von einem Fedora Update über ein halbes Jahr und sind dadurch meistens nur Problemchen mit schneller und offensichtlicher Lösung. Setzt aber auch veraus, dass man häufig Updates macht. Ich hatte mal einen Arch-Laptop, den ich aber nur alle paar Monate benutzt. Da flog mir ständig Zeug im größeren Stil um die Ohren. Bei Gentoo verhält sich das ähnlich.
Da ist wohl was dran. Die Vielseitigkeit ist Fluch und Segen zugleich und wie heißt es so schön:
Der Vorteil an Linux ist, dass man alles selbst einstellen kann. Der Nachteil an Linux ist, dass man alles selbst einstellen kann.
Debian würde ich aus der Liste vielleicht sogar raus nehmen. Ein Kollege von mir hat kürzlich gute Erfahrungen mit Zorin gemacht, aber das habe ich bisher nicht ausprobiert und auch nicht vor auszuprobieren.
Unabhängig von der Distribution erwarten den Windows-Umsteiger neue Konzepte und neue Software und damit verbundene Tücken. Es hilft, wenn man erstmal nicht den Hauptrechner platt macht, sondern ein anderes Gerät nimmt (bei Mac käme man da auch garnicht drumrum
). Dann steht mit nicht plötzlich vor einem Showstopper oder auch einfach nur der Situation wo man einfach Zeitdruck hat und nicht erst rumprobieren/googlen kann.
Es hilft außerdem sehr jemanden im Bekanntenkreis zu haben, die/den man mit Fragen Löchern kann.
Da sagste was. Das war so mit der Hauptgrund, warum mich das ganze nie gekriegt hat. Ich war einfach schon zu tief in der Windows-Welt, konnte mehr Dinge als der Standard-User vermutlich je verstehen würde und wurde dann bei Linux auf einen dummen Noob-Status zurückgeworfen, der sich alles wieder von vorne drauf schaffen hätte müssen. Zu einer Zeit, wo Kompatibilität vieler Programme noch viel problematischer und effektiv nicht vorhanden war, als heute. Das mit den Verständnis-Stolpersteinen fing schon mit der Strukturlogik des Dateisystems an. Das ist in Windows imho leichter verständlich und damit nutzerfreundlicher. Diese Desktop-/Register-Metapher war wirklich eine simple, nachvollziehbare Idee, das muss man Microsoft lassen. Nicht zu vergleichen mit der Programmlogik von Unix, die da wohl zugrunde liegt. Am Ende hatte ich jedenfalls einfach keine Lust mehr, ständig irgendwelche Onlinesuchen zur Lösung meiner Probleme starten zu müssen und dabei oft enttäuscht zu werden. Wäre ich täglich in der Nähe eines Linux Help Desks gewesen, der mir freudig konkrete Auskunft auf meine Fragen gegeben hätte, vielleicht sähe es heute anders aus.
Bin jetzt mittlerweile mit meinen Arbeitsrechnern auch komplett auf Windows 11, weil das sowieso die einzige zugelassene Alternative ist (die andere wäre Mac
). Komme mit Windows 11 gut zurecht und meine Arbeit läuft sowieso weitgehend über Microsoft 365. Da hab ich allein dadurch schon einen Microsoft-Account. Finde Windows 11 auch gar nicht so schlimmer von den Änderungen her. Das Startmenü umgehe ich sowieso meistens, weil das das einzige ist, was ich mir aus den Linux-Experimenten mitgenommen habe: den Aufruf von installierten Programmen über eine Kommandozeile. Bis Windows 10 war es Launchy, auf Win 11 ist es Fluent Search.
Linux ist für mich eine valide Alternative, aber ich finde es gut, dass hier auch mal die Nachteile genannt werden.
Beruflich hat mich das CentOS EOL z.B. bei zugekaufter Soft- und Hardware in ziemlich blöde Situationen geführt. Teilweise massiv komplexe Datenmigrationen von VMs, weil es keine Upgradepfade mehr gab.
Wir haben auch ein komprimierendes und deduplizierendes Backuparray (EK rund 800.000€), auf dem rund 3PetaByte Backup-Daten lagen. 3rd-Party-Betriebssystem: CentOS.
Die kritischen Daten hatte ich zwar als LTO9 Tape-Out aber das Risiko den Rest zu verlieren war schon… Naja unschön. Es gibt ja auch wenig Möglichkeiten 3PB mal irgendwo kostengünstig zwischenzulagern.
Gleichzeitig gibt es von Microsoft diverse Möglichkeiten günstig oder sogar für Lau an Lizenzen zu kommen. Schafft man es z.B. zum Gold-Partner Status (weit weniger schwer, als man denkt), bekommt man ein gut geschnürtes Säcklein von kostenfreien Lizenzen.
Und Linux ist auch nicht kostenfrei. Im Firmensektor nicht auf Enterprise Versionen mit Support zu setzen ist eigentlich Selbstmord mit Ansage. Und die kosten dann auch jährlich.
Privat wäre meine aktuelle GoTo Version wahrscheinlich MINT.
Danke, Captain Obvious. ![]()
Ich habe mich ja bewusst für Fedora entschieden, weil ich sowohl privat als auch online den Eindruck gewonnen habe, dass Fedora sehr stabil und einfach zu verwenden ist und ich einen Schritt weg vom „Do Everything From Scratch“ wollte, mit dem Arch mich über das Studium begleitet hat. Darum hat mich diese eigentümliche Mischung aus „Verwende die GUI“ und „Hier musste jetzt dich das Terminal verwenden“ so irritiert: Nicht, weil es mich vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen würde, sondern weil es genau die Art von Stolperfalle ist, die einem Windows-Ultra den Umstieg massiv erschweren würde.
Red Hat Enterprise Linux (RHEL) baut auf Fedora auf. Das ist auch mit ein Grund, dass ich mich für Fedora entschieden habe: Auf der Arbeit sind alle Server mit RHEL betankt und ich habe keine Lust, verschiedene Arten der Konfiguration in meinem Kopf zu jonglieren.
Dumme Frage, aber hättet ihr da nicht auf CentOS Stream wechseln können? Ich weiß noch, dass wir uns auch nach einer Alternative umgesehen hatten, aber nicht mehr, was genau gegen CentOS Stream stand. Ich glaube, dass da keine 1:1-Vergleichbarkeit mit RHEL mehr gegeben war, aber das ist ja nicht so wild, wenn es eh nur ein System ist und nicht so eine „Test/Prod“-Sache, oder?
Das ist ja der Klassiker. Kostenlose Software, deftige Supportverträge.
Mein zweiter Vorname ist auch “Mansplainer”. ![]()
Nee, im Ernst, eigentlich hatte ich Dich nicht im Speziellen gemeint, sondern mehr diejenigen im Thread, die mit dem Gedanken spielen zu wechseln und sich noch nicht gut auskennen.
Es handelte sich ja um zugekaufte Software, die CentOS als Basis für VMs nutzte und da hat man als Kunde wenig Einfluss darauf, was der Hersteller als nächste, kostenfreie Distribution auswählt.


