Zu allererst auch von mir schon mal vielen Dank für ein weiteres wirklich tolles Stay Forever-Jahr. Das klingt ein wenig dahingesagt. Doch ich würde wirklich behaupten, dass das Gesamtprojekt Stay Forever mein Leben nun seit ein paar Jahren wirklich bereichert.
Der Dank geht also erstmal raus an ALLE wundervollen Podcasterinnen und Podcaster sowie das „stille“ Team im Hintergrund, aber auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier im Forum, deren Beiträge und anregenden Diskurse ich ebenfalls sehr schätze. (dafür nochmal ein Bonuspunkt ans Team auch für exzellente Moderation)
Ich finde die Wo wir stehen-Folgen zudem auf mehreren Ebenen besonders wertvoll. Erstmal ist da natürlich die starke Transparenz, dass ihr euer Publikum regelmäßig über eure Pläne und Vorgänge im Hintergrund aufklärt und es auch miteinbezieht.
Was mich zum zweiten Punkt bringt: Der Community-Nähe. Nicht nur seid ihr gefühlt täglich im Forum aktiv, was einen nicht zu unterschätzenden extra Stress für euch mitbringen kann. Ihr vermittelt auch wahrhaftig das Gefühl, dass euch eure Community wichtig ist. (Stichwort: Conventions) Ich glaube, ich habe noch nie erlebt, dass ein Projekt und dessen Nutzerinnen und Nutzer gefühlt so eine Einheit bilden. (das mag natürlich meine User-Perspektive sein und ich fühle mich dabei ein wenig anmaßend, weil ihr ja nunmal die mit der ganzen Arbeit seid und wir eigentlich nur konsumieren
)
Und drittens, ihr vermittelt hier nochmals das Gefühl einer schönen Gemeinschaft in eurem Team. Ihr habt in der aktuellen Folge erwähnt, dass euch die noch bessere Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in diesem Jahr beglückt hat. Und nachdem ihr am Anfang des Jahres über euer gemeinsames Zusammentreffen berichtet hattet und wie gut das lief, kann ich das total nachvollziehen. Ich freue mich da richtig für euch mit und finde, dass ihr dieses positive Teamgefühl auch nach außen strahlt.
So, jetzt noch ein paar thematische Anmerkungen von mir.
Zum Thema Anzahl der Hauptfolgen, weil das gerade so populär ist, mir aber ohne Erwähnung gar nicht in den Sinn gekommen wäre: Die sind für mich auch das Wichtigste. Einen Großteil der Unterstützer-Formate konsumiere ich (noch) nicht, würde sie aber auch niemandem absprechen wollen, weil ich weiß, dass sie etabliert und beliebt sind und auch viel Herzblut drinsteckt, weil ihr eben selbst Bock drauf habt. Und natürlich nutze ich auch einige und möchte sie ganz allgemein nicht missen, weil sie das Projekt einfach tiefer, bunter und lebendiger machen.
Dass mit zunehmender Qualität die Frequenz der Veröffentlichungen abnimmt, ist bzw. wäre ja eigentlich ziemlich normal. Und, ey, die Folgen sind inzwischen so groß und soweit veredelt, dass ich mich sowieso frage wie ihr da eine im Monat schafft? Ich hab’ bei jeder Einzelnen schon das Gefühl, dass die einfach unheimlich viel Arbeit gemacht haben muss. Und dann kommen ja noch die ganzen anderen Inhalte/Formate dazu, die ihr ja vorwiegend schon seit Jahren habt. Von daher kann man aus dieser Richtung grundlegend wohl eher nicht von potenzieller Kannibalisierung sprechen.
An der Stelle ist mir aber auch erstmal ein Licht aufgegangen: Es wird die ganze Zeit von 12 Hauptfolgen pro Jahr gesprochen. Da dachte ich „Häh, wird nicht jeden Monat im Insider eine Stay Forever- und eine Super Stay Forever-Folge angekündigt? Müsste doch theoretisch 24 Folgen machen.“
Nun, bin ich als Hörer erst vor einigen Jahren dazugekommen und als Spieler zwar konsolengeprägt, aber grundsätzlich komplett systemoffen und höre wirklich jede Folge, in denen Spiele besprochen werden (abgesehen von Stay Forever spielt, doch da komme ich bestimmt auch noch hin). Weiß nicht, ob mich dass zu einer Ausnahme macht. Doch dass hier immer noch ein Unterschied zwischen Stay Forever und Super Stay Forever gemacht wird, finde ich einigermaßen bizarr.
Wie wird das denn erklärt? Ist es die Spieleauswahl? Schwer vorstellbar. Selbst der Computer-fokussiertesten Hörerschaft kann kaum jedes in Stay Forever besprochene Spiel gefallen und im Gegenzug die Themen von Super Stay Forever dann generell nicht.
Bei der Qualität der Formate sehe ich wenig bis gar keine Unterschiede. PC-nahe Titel sind dem Klischee nach sicher öfter mal komplexer und erlauben eine tiefere Auseinandersetzung, was zu längeren Folgen führen kann. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass die starke Japan-Zentrik und der damit einhergehende schwierigere Zugang zu Interview-Partnerinnen und -Partnern bzw. die Verständlichkeit von potenziell wertvollen Quellen im Konsolenbereich die Recherche eventuell erschwert. Vielleicht reicht das Geld ja noch für die ein oder andere dolmetschende/übersetzende Person, sollte ich mit meiner Theorie richtig liegen.
Bleibt eigentlich nur noch eine eventuelle Abneigung gegen Fabian als Podcast-Sprecher als Begründung. Aber geht die wirklich so weit, dass Super Stay Forever deswegen komplett gemieden wird? Ich meine, ist alles persönliche und damit halbwegs legitime Meinung und so. Na ja, ich finde ihn super und kann das schwer nachvollziehen.
Aber meine ursprüngliche Frage bleibt, warum Super Stay Forever-Folgen nicht als Hauptfolgen gezählt werden?
Mir wurde einst der wertvolle Ratschlag gegeben, wenn es um Streits und Selbstreflektion geht, ist es hilfreich etwaige (schädliche) Gefühle mit Fakten abzugleichen. Darum habe ich mir mal den Spaß gemacht auszuzählen und genaue Durchschnittswerte zu berechnen wie sich das mit der Folgenfrequenz eigentlich in den ganzen Jahren verhalten hat.
Ich erspare euch mal die Rechenwege. Die noch anstehenden Dezemberfolgen wurden miteinbezogen.
Mit 159 Folgen in 173 Monaten seit Stay Forever-Gründung, kommen wir auf ein Ergebnis von rund 0,92 Folgen pro Monat.
Das macht im Jahresschnitt rund 11,02 Folgen.
Davon erschienen in jeweils 3 Jahren 13, 12, 11 und 9 Folgen. Es gab außerdem ein Jahr mit 10 und nochmal ein Jahr mit 8 Folgen sowie 6 Folgen innerhalb der 5 Monate im Gründungsjahr. 12 oder mehr SF-Folgen gab’s also in weniger als der Hälfte der Jahre. Die 8 Folgen waren 2014, also noch vor Einführung von SSF und anderer aufwendigerer Formate. Das führe ich hier übrigens als Gegenargument an zu der Einschätzung, dass mit der vermeintlich geringen Folgenanzahl in diesem Jahr ein gewohntes Ziel nicht erreicht wurde, für alle die, die nur Stay Forever als Hauptfolgen werten.
Zählen wir jetzt allerdings sinnvollerweise Super Stay Forever seit dessen Initiation hinzu und zählen fairerweise auch von da an, kommen wir auf 181 Folgen in 102 Monaten und somit auf einen Monatsschnitt von 1,77 Folgen, was dann wiederum rund 21,9 Folgen pro Jahr bedeutet, also fast eine Verdoppelung.
2025 hatte 20 Folgen. Die November-SF-Folge wurde - wie beschrieben - unglücklich verhindert. Man sollte also fairerweise davon sprechen, dass eigentlich 10 SF-Episoden und somit insgesamt 21 Hauptfolgen in diesem Jahr erschienen wären, was mal wirklich ziemlich gut im Schnitt liegt. Meiner Meinung nach ist das kein Grund hier die Alarmglocken zu schlagen.
Und zwingt mich nicht, noch die durchschnittliche Folgendauer auszurechnen! Ich mach’ das. 
Davon mehr oder weniger unabhängig, frage ich mich dennoch, ob es zwei Conventions braucht? Jetzt habt ihr ja schon eingeräumt, dass die nicht euer übliches Programm beeinträchtigen, aber eben auch wie aufwendig sie sind und dass ihr deswegen das Messe-Programm in seiner Produktion (und Konsumierbarkeit) vereinfachen wollt. Und ich kann mir das bestens vorstellen. Eine Convention allein klingt schon nach einem Arsch voll Arbeit. Und ein (Halb)Jahr ist schneller rum als man denkt. Deswegen gibt’s die meisten Messen wohl auch nur einmal im Jahr. (Achtung: Faktisch nicht unterlegte subjektive Wahrnehmung!)
Warum dann unbedingt zwei Messen? Fan-Service? Kommerzielle Interessen? (so schätze ich euch nicht ein) Der reine, eigene Spaß daran?
Warum nicht eine Messe, etwas zentraler gelegen (kann man sich nicht ideal aussuchen, ich weiß), die wirklich ballert? Dann bleibt’s auch eher was besonderes.
Aber ganz ehrlich, ich frage mich auch manchmal, wann ihr eigentlich Urlaub macht? Nun bin ich nicht so tough oder kompetent, dass mich allein der Gedanke an euer Arbeitspensum nicht schon stresst. Aber schade wäre es wirklich, wenn das ganze Projekt dann irgendwann an Burnout der Beteiligten niedergeht.
Ich hab’ mich damals voll für euch gefreut als ihr @Chris @Gunnar_Lott mitgeteilt habt, dass ihr Stay Forever jetzt hauptberuflich macht, weil das ja schon nach „Den Traum zum Beruf machen“ klang. Vielleicht habt ihr aber auch unter anderem dadurch das Gefühl in einer Erfüllungsschuld zu sein. Lieber mal weniger krassen Anspruch, krasse Content-Flut und entspanntes Ausleben, als dass irgendwann für euch auch der Spaß an der Sache verloren geht. Aber das könnt ihr natürlich besser für euch selbst einschätzen. Von daher hoffe ich, dass war jetzt nicht irgendwie anmaßend oder übergriffig.
Gut, das soll’s auch zu den Themen gewesen sein.
Als Rausschmeißer für diesen viel zu langen Post noch:
Meine Lieblingsfolgen 2025 (bislang):
• Die Sims, weil rundum perfekt.
• It came from the Desert, weil Videospiele und (Trash-)Filme vereint + 50er Vibes. 
• Smash TV, weil Videospiele und (Trash-)Filme vereint + 80er Vibes. 

• Die Welt von Die Simpsons, weil Die Simpsons, mit ganz viel Nostalgie.
• Pirates!, weil Strategiespiel (spiele ich am wenigsten, aber höre ich am liebsten), Seefahrt und ebenfalls (fast) perfekt.
• Und Starfox Adventures, weil ich das Spiel seinerzeit sehr mochte, ich endlos über visuell eindrucksvolle Spiele/Filme abfeiern kann und mir das auch gerne anhöre und ich den Diskurs über eure unterschiedliche subjektive Wahrnehmung sehr interessant fand.
Aber alle Folgen waren super und die beiden noch ausstehenden werden es wohl auch sein.
(Unnötige) Vorschläge zur Super Stay Forever-Jubiläumsfolge:
Die ist ja wahrscheinlich prädestiniert dafür einen echten Meilenstein zu behandeln. Von denen habt ihr jedoch tatsächlich schon einen guten Teil abgedeckt, zumindest in eurem Kernzeitraum 80er bis frühe 2000er.
Ich denke allerdings Super Mario 64 ist wohl überfällig, scheint mir für’s Jubiläum jedoch ungeeignet. Christian kann damit womöglich gar nichts anfangen. Gunnar wird grummeln, weil er pausenlos irgendwo runtergefallen ist. Und Fabian wird vielleicht entsetzt feststellen, dass es gar nicht mehr so gut ist. 
Mein eigentlicher Vorschlag ist also (die) Dragon Quest(-Reihe). Ich denke, da werdet ihr früher oder später ohnehin nicht dran vorbeikommen.
Das passt auch, weil ihr alle schon JRPGs besprochen habt und man sich prima einen der besten Teile rausschnappen und trotzdem über die ganze Reihe sprechen kann. Meine Empfehlungen wären Teil V, Teil VIII oder die ursprüngliche Trilogie, weniger Teil VII, weil der wohl echt gigantisch umfangreich ist.
Außerdem könntet ihr dann endlich mal Nino Kerl so richtig als Gast drin haben, um über Animes generell und Akira Toriyama im Speziellen zu sprechen, nachdem er immer nur im Vorspann zu hören ist. Perfekt, wenn ihr mich fragt.
Allgemein hätte ich gerne eine Folge zu Wave Race 64 und wieder mehr Folgen von den Neuzugängen im alten Format.
Aber eigentlich bin ich rundum zufrieden und warte einfach was dann kommt.
Liebe Grüße und nochmals danke an das ganze Team! 