WWF No Mercy (SSF 91)

Original Post: WWF No Mercy (SSF 91) | Stayforever

Worum geht’s? Um die Jahrtausendwende erlebt Wrestling seinen letzten großen Mainstream-Höhenflug, und auf dem Nintendo 64 erscheint mit WWF No Mercy das vielleicht definitive Spiel dieser Ära. Basierend auf der bewährten Engine von WrestleMania 2000 treibt No Mercy das Konzept auf die Spitze: mehr Wrestler, mehr Matchtypen, mehr Kontrolle – und erstmals ein Story-Modus, der die chaotische Dramaturgie der TV-Shows überraschend gut einfängt. Statt reiner Action setzt das Spiel auf Timing, Ausdauer und taktisches Lesen des Gegners.

Fabian und Christian sprechen in dieser Folge darüber, warum No Mercy bis heute als Referenz für Wrestling-Spiele gilt, über das eigenwillige, aber tiefgehende Kampfsystem, über die Bedeutung der Lizenz zur Hochzeit der Attitude Era – und warum es keinen direkten Nachfolger gab.


Infos zum Spiel:


Thema: WWF No Mercy
Erscheinungstermin: November 2000
Plattform: Nintendo 64
Entwickler: AKI Corporation
Publisher: THQ
Genre: Wrestling / Sport
Designer: Hideyuki Iwashita u.a.
Musik: Kōji Niikura


Produktions-Credits:

Sprecher, Redaktion: Fabian Käufer, Christian Schmidt
Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt
Intro & Outro: Nino Kerl (Ansage); Trash80.com (Musik)


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Ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen: Im Text steht, dass Gunnar und Christian über das Spiel sprechen, statt Fabian und Christian.:slightly_smiling_face:

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Danke, ist korrigiert!

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Richtig tolle Folge! Jetzt würde ich mir fast eine Welt von Wrestling wünschen oder eine Pixel Kino Folge zu ‘The Wrestler”

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Ich habe erst die ersten Minuten gehört und schon dabei eine Erkenntnis gewonnen: Wrestling wurde meiner Kenntnis nach so schlecht simuliert wie kaum eine andere sportliche Betätigung. Spieldesigner simulieren Wrestling ja immer als Kampfsportspiel, so als ginge es um einen Sieg. Ich kenne kein Wrestlingspiel, bei dem man ein Ergebnis vorneweg bekommt und dieses dann spektakulär, aber zielgenau erreichen muss.

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Das wäre mal interessant zu sehen da, gäbe es sicher viele Möglichkeiten das umzusetzen.

Wenn man so drüber nachdenkt, hast du tatsächlich recht. Aber ich denke, man muss die Spiele nicht als Simulation des Sports sehen, sondern sie finden halt in dem entsprechenden Universum in dem das alles spielt statt. Dort kämpfen dann eben skurrile Charaktere mit ihren Gimmicks mit ihren Storylines um den Sieg, und den Aspekt spielt man eben nach

Das kann ich eigentlich auch nachvollziehen, diese Spiele waren und sind eben hauptsächlich für Fans des Sports/Entertainment gemacht, wie im Grunde ja alle Sportspiele und vor dem TV weiß man ja auch nicht wer am Ende der Sieger sein wird. So gesehen spielt man halt die Matches mit seinen Favoriten und führt diese zum Sieg, auch wenn das in der realen Sportart vielleicht gerade nicht der Fall ist, kann man mit Fußball oder Formel 1 Spielen ja auch tun, da führt man eben den 1.FCN in die Champions League.

Eben. Das ist nachvollziehbar und für viele vielleicht spaßiger, simuliert die Situation aber schlechte als bei einem Boxspiel, wo es ja Underdogsiege ohne Absprachen gibt (glaube ich jedenfalls :smiley:).

War aber auch nur so ein Gedanke, der die Welt jetzt nicht massiv voranbringen wird.

Diese Idee würde vielleicht zu einem Management-Spiel ganz gut passen.

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Ich seh das so: Jede Wrestling Liga der 90er hat ja immer den kompetitiven Wettkampf verkauft und bei meinem 11-jährigen Ich hat das auch gezündet. Ich wollte das der Undertaker gewinnt. Und genau darum hab ich auch mal Wrestling Spiele auf dem Gameboy gekauft. Für die Musik, die Signature-Moves und den Sieg des Undertakers.
Das jedes Event eine genau geplante Sitcom ist, hab ich dann mit etwa 13/14 bemerkt und dann war der Reiz halt auch weg.
Und du hast absolut recht. Eigentlich müsste Eiskunstlauf-like die Choreographie bewertet werden. Aber das nimmt dem Thema halt den Reiz des Brachialen. Die Spiele setzen darum den Wunsch des Fans um und nicht die Wirklichkeit. Effektiv sind die Spiele also das, was die echten Events nie sein können (außer man fährt mal nach Rumänien oder Bulgarien und schaut ein paar Bareknuckle Kämpfe, in denen sich die Kontrahenten echt das Hirn für 1000€ rausschlagen. Und das will dann auch ich nicht [nochmal] sehen).
Alles in allem portieren die Spiele das Gefühl und ich bin cool damit.

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Naja, man könnte auch sagen: Die Spiele sind halt kayfabe. Passt auch noch in die Ära, damals hat man noch nicht so offen über die Inszenierheit von Wrestling gesprochen wie heute.

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Das ist eine sehr treffende Beschreibung! :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ein Warhammer-Wrestling-Spiel könnte Fabian dann alleine besprechen :face_with_hand_over_mouth:

Ja geilo! Ich erwarte nichts geringeres als nerdige Analyze ob nun der Last Ride vom Undertaker der bessere Finishing Move ist als der Tombstone Piledriver. Also, wenn nicht hier, dann in einer wirklich wohl verdienten “Welt von”. Das wäre tatsächlich extrem passend. Es gibt neben den ganzen Charakteren und Story Lines extrem viel zu sagen über Wrestling Begriffe und Memes, wie Blading und “Getting through the Spanish Announce Table” oder Heelturns. Das ist mindestens genauso ertragreich wie eine Diskussion über Simpsons, nur vielleicht etwas nischiger… aber ich würds mit Genuss hören.

Bin aber zunächst super gespannt auf die Folge… landet direkt oben im Podcast Backlog.

Ich höre gleich rein und hoffe, dass Christian Austin 3:16 zitiert.

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Oha, Enttäuschung incoming …

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Das ist wirklich interessant. Ich war damals mit meinen Brüdern und Freunden großer Fan der WCW/nWo Spiele auf dem N64 (4 Player Mode!). Wir haben es wirklich oft gespielt. Aber die zwei Nachfolger mit WWF Lizenz sind komplett an uns vorbeigegangen. Ich habe erst neulich überhaupt erfahren, dass es sie gab.

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Ich dachte, ich könne riechen, was der Schmidt da kocht….

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Wenn man den „alten“ Protagonisten, aus den 90ern, trauen kann, haben sie im Nachgang dann doch mal schwere Verletzungen (gebrochene Rippen etc.) abbekommen und meist durchgezogen. Das muss man halt auch erstmal leisten.
Mein all-time Favorit ist aber immer noch Andre the Giant. Ich glaube auch heute noch, dass Andre eine Wachstumsstörung hatte und darum unter massiven Schmerzen gelitten hat. Ich kann das einfach verstehen, weil ich selber unter Fibromyalgie leide. Aber mal die Schmerzen wegstecken ist nicht einfach. Und wenn das auch nur mit einer Flasche Schnaps per Tag geht… Was willst du dagegen machen?