Ein besonders wichtiges Strategiespiel aus den 70ern habe ich natürlich noch vergessen:
(Classic) Empire von Walter Bright auf der PDP 10 aus dem Jahre 1977.
Im Gegensatz zu Tanktics von Chris Crawford ist es kein Brettspiel-Hybrid mehr. Es hatte damals natürlich nur ASCII Text-Grafik. Kurios finde ich, dass viele wichtige Publisher das Spiel in den 80ern zuerst abgelehnt haben. Die Rückschreiben kann man auf der Webseite des ursprünglichen Entwicklers Walter Bright in der Sektion „Game publisher rejection letters“ lesen. Dann kam es 1984 doch auf dem PC raus und war so erfolgreich, dass es 1987 auf alle anderen wichtigen Plattformen portiert wurde. Bis 2018 gab es, wenn ich richtig gezählt habe, 7 Neu-Inkarnationen und Nachfolger.
Zu den schwarzen Flecken in meiner Spielhistorie gehört Civilization. Stimmt es, was auf Wikipedia steht, dass Empire ein direktes Vorbild von Civilization ist?
Viele Spielmechanismen, etwa die Darstellung der als Spielfeld dienenden Landkarte und das Bewegungssystem der Einheiten, übernahm Civilization in nahezu identischer Form von dem älteren Spiel Empire, das deshalb als direktes Vorbild anzusehen ist. Eine weitere Inspirationsquelle ist trotz großer spielerischer Differenzen vermutlich das gleichnamige Brettspiel. […]
Revolutionär war Civilization, weil es gegenüber dem Taktikspiel Empire um ein Wirtschaftssystem sowie zivilisatorischen und technologischen Fortschritt erweitert wurde. Der Fortschritt ermöglichte es dem Spieler, quantitatives Wachstum (eine höhere Zahl von Einheiten) durch qualitatives Wachstum (eine gleich bleibende Zahl von besseren Einheiten) zu ersetzen, so dass die von Civilization einen zügigeren Spielfluss gewährleistete. Darüber hinaus setzte Civilization strategische Spielziele, die die Anzahl erfolgversprechender Spielstrategien vervielfachten.
Hier würde mich die Meinung von jemanden interessieren, der wirklich beide intensiv gespielt hat.