Tatsächlich fand ich Quake 1 auch sehr enttäuschend, sowohl grafisch, als auch spielerisch. Der lovecraftsche Hintergrund wirkte sprachlich zum braungrauen Grafikmatsch draufgeklatscht. Es hätte auch ohne Shub-niggurath, Shambler etc. funktioniert und hat nur falsche Erwartungen geweckt.
Der erste Boss Chton war beim Erscheinen beeindruckend, aber sonst. Hm.
Quake 2 hat mich zum englischlernen getrieben, weil ich völlig orientierungslos rumgelaufen bin und die Missionsziele nicht geschnallt habe. Mit dem 4ten Teil wurde ich irgendwie spielerisch nicht warm, auch wenn manches als Idee gut war.
Quake 3 bitte ich aber nicht unter Gebühr links liegen zu lassen, das war in meinen Augen damals schon richtig gut, auch wenn ich subjektiv Unreal Tournament mehr mochte.
Zwar sehr verspätete Reaktion, aber ja The Portopia Serial Murder Case hat wirklich ein neues Genre definiert, das Japanische Adventure. Unzählige Größen der Japanischen Spieleindustrie nehmen immer wieder Bezug zu diesem Titel, die Auswirkungen auf die Lokale Branche war immens.
Hier gäbe es wahrlich aus Westlicher Sicht einen unbekannten Schatz auszugraben.
Ich finde erst einmal die Klärung ob diese Aussage so haltbar ist schon ziemlich spannend.
Wobei ich das thematisch eher bei den Kollegen von The Pod verorten würde, StayForever kann es ja komplett Wurscht sein was heute ist.
Was mich bei den aktuellen Doom-Titeln halt irritiert, ist dass Doom 2016 im Intro ja ganz klar macht, dass die Story hier Nebensache ist. Und dann haben Eternal und Dark Ages das immer mehr zurück gedreht.
Ich liebe ja Eternal (gerade die DLCs), aber das einzig gute Storyschnippsel ist wenns so richtig Bullshit wird (ich sag nur: Marskanonen-Mission). Dark Ages hab ich abgebrochen, weil ich das Gesülze nicht mehr ausgehalten habe.
Ich stimm aber der These oben trotzdem nicht zu: ich glaube, es gibt inzwischen einige an Spielen, denen die Geschichte und ein bisschen Lore gut tut. Als Beispiel da Tomb Raider: Seit die sich mal Zeit zum erzählen geben, ist Lara Croft interessanter. Man mag die Richtung nicht mögen, aber Tomb Raider eins versucht Geschichte, aber stelzt da sehr schwach vor sich hin.
ich zocke ja gerade Doom: Eternal und habe dauernd das Gefühl, dass sie sich für das Reboot massiv an Warhammer 40k bedient haben. Inhaltlich und Optisch.
Könnte etwas neu sein, aber immerhin 20 Jahre und Kameo stand ja auch letztens zur Abstimmung.
Auf das Spiel bin ich durch die kürzliche Veröffentlichung auf GOG aufmerksam geworden. Soll wohl so eine Art Zwischending aus klassischem Resident Evil und RE4 sein. Da könnte man bestimmt einige spannende Vergleiche ziehen.
Bei Stay Forever werden ja gerne mal auch etwas unbekanntere Spiele vorgestellt und ich möchte das ganze einmal auf die Spitze treiben, mit einem denke ich eher unbekannten aber für die Zeit sehr außergewöhnlichem Spiel aus Deutschland:
The Game of ROBOT
In den späten 80ern entwickelt und als Shareware veröffentlicht, gilt diese Spielereihe unter denen die es kennen, als wahrer Schatz - Ein Klassiker, den viele aus ihrer Kindheit kennen und aufgrund der (soweit ich weiß) ausschließlich deutschen Sprache auch tatsächlich schon als Kind verstehen konnten. Ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Titeln, an die man als Kind so gekommen ist…
Für Außenstehende, die das Spiel zum ersten Mal sehen ist häufig als Kommentar: “Ach, das ist aber hübsch für sein Alter, vor allem Teil 3”, aber auch “die Steuerung ist ja entsetzlich!” Letztes teile ich als Meinung zwar nicht, kann es aber nachvollziehen. Das Spiel ist eine Mischung aus Geschicklichkeits- und Denkspiel, grob angelehnt vielleicht an Zelda, aber ein reines PC-Spiel (später für DOS und Windows erschienen). Man sammelt Items, besiegt Monster (meist Roboter, daher der Name) und löst Rätsel. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieser Zeit ist es eine Art “Open World” Spiel, man kann vor allem in den späteren Teilen jederzeit überall hin, sofern man die richtigen Items hat.
Klar, das Spiel ist unbekannt, aber es ist auch ein sehr “deutsches” Spiel, bekannt eigentlich nur in Deutschland (oder im deutschsprachigen Raum?). Es würde sich, finde ich, auch als StayForever Spielt eignen, da es zwar weder ein Text- noch ein Point&Click Adventure ist, aber es birgt viele Geheimnisse, die unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge entdeckt werden können.
Kennt das Spiel jemand hier außer mir? Es gibt übrigens eine hübsche kleine Fan-Community auf Discord und ich bin der einzige aktive “Speedrunner” dieser Spiele, aber selbst das eher so nebenher.
Das Spiel wurde in Retro Kreisen schon häufiger genannt und die offizielle Internetseite habe ich gerade in meinen Bookmarks gefunden, aber ich habe es noch nicht gespielt.
Ich hoffe, dass wir die Ace Attorneys Folge durchbekommen (soweit ich weiß gab es da noch keine Ankündigung oder?), da ich die Befürchtung habe, dass Ace Attorney die einzige Chance ist über J-ADVs zu reden.
Denn ganz ehrlich, das ist die einzige J-ADV Serie die wir hier in Deutschland haben.
Sonst gibt es nur noch Doki Doki Literature Club aus 2018 und Planetarian aus 2015.
Wunderschön, die einzige Visual Arts/Key Novel, die es auf deutsch gibt, ist Planetarian.
Kein Steins;Gate, kein Clannad, kein Dangonranpa, nichts.
Obwohl Dangonranpa so nah an der Pheonix Wright Serie ist.
Es wäre wirklich schade wenn man das Thema J-ADVs nicht wenigstens einmal anschneidet, da moderne japanische Titel sehr viel aus ihnen gezogen haben. Ich glaube das Paradebeispiel ist hier Persona.
Also, Daumen drücken, dass wir irgendwann mal eine Folge über Gyakuten Saiban, Ace Attorney, bekommen werden. Ich denke dann würde auch mal Portopia angesprochen werden.
Also bei Ace Attorney wäre ich noch mit dabei. Doki Doki hat zwar hatte zwar viele gute Takes, dürfte aber zu neu sein (und kommt aus den USA? Erinnere ich das richtig?).
Ich bin sonst leider gar nicht in dem Thema drin, aber Hatoful Boyfriend würde mir noch einfallen., wobei das auch zu jung ist. Und das finde thematisch ich schon auch ziemlich weird.
Was spräche eigentlich gegen Persona oder Shin Megami Tensei?
Du missverstehst mich hier.
Ich bin mittlerweile recht großer Fan von J-ADVs, und hatte vor kurzem mal nachgeschaut wieviele Titel eigentlich auf Deutsch verfügbar sind. Dabei habe ich die Fanpatches mal ignoriert, da wir hier von kommerziellen Übersetzungen
Und da gibt es am Ende nur drei größere Titel:
Gyakuten Saiban, Ace Attorney, auch ganz offiziell von Capcom. Kam 2004 auf dem GBA raus und 2005 auf dem DS im Westen.
Planetarian von Visual Arts/Key a (würde ich mal als „Blizzard der J-ADVs“ bezeichnen), und das wohl auch nur weil das Spiel 5 Stunden lang sind. Kam meiner Erinnerung nach 2015 raus.
Doki Doki Literature Club. Kam glaube ich 2018 raus. Hat mich ehrlich gesagt nicht interessiert.
Das sind die relevanten Titel mit einer deutschen Übersetzung.
Hatoful Boyfriend ist eine Parodie auf die ganzen alten Bishoujo-Games (lass uns da garnicht ernst einsteigen, das passt hier wirklich nicht rein), daher ist das logisch dass du das seltsam findest, wenn du damit so garnichts zu tun hast.
Gegen Persona und SMT spricht erstmal nichts, ausser der Tatsache, dass sie zu dem Zeitpunkt in dem wir uns bewegen (80er bis Mitte der 2000er) klassische JRPGs waren, wovon wir hier schon einige Vertreter in den Folgen haben.
Erst mit Persona 3 haben wir die ersten modernen Elemente der Reihe. Könnte man bestimmt auch noch einbringen, da es Mitte 2006 rauskam.
Interessanter wären halt Titel wie „Ace Attorney“, da es eben noch ein klassiches J-Adventure ist. Von Mystery House an haben die Japaner bzgl der Adventuregames einen signifikant anderen Weg eingeschlagen als wir hier im Westen. Ace Attorney ist hier einfach ein ideales Beispiel für.
Danke für die Aufklärung. Ich stecke echt nicht tief im Thema und für mich ist das alles „so irgendwie eins“ bis auf Persona (und das kenne ich erst ab Persona 4). Ich hab auch nur die von mir genannten Titel mal angespielt, weil sie hier auch ein Echo in der Mainstream-Spielepresse hatten.
Aber ja, bei Ace Attorney wäre ich dabei. Ich glaube erzählerisch könnte das sehr interessant werden, gerade wenn man die Reihe nur sehr oberflächlich kennt. Das wäre echt mal eine „frische“ Folge, obwohl ich die Reihe auch nur vom 3DS-Compilation kenne, die damals meine Ex gespielt hat und ich hab eher über die Schulter geschaut.
Schon Doom 2016 selbst hatte ja viel zu ausufernde Storysequenzen drin, wenn ich da an Haydens Büro denke.
Im übrigen ist Quake 1, sowohl im Singleplayer als auch im Multiplayer, das beste Quake, wobei es natürlich nicht an Doom 2 rankommt.
Insgesamt finde ich btw nicht, dass Narration damals besser war. Es gibt vielleicht heutzutage etwas mehr Spiele die mit schlechter Lore vollgestopft werden, Doom Eternal vor allem, aber auch wenn ich mal bei FPS bleibe finde ich, dass z.B. Dusk seine Story sehr gut einfließen lässt ohne störend zu wirken. Und das auf eine Art die Imo die ganzen FPS von damals topt.
Geht so. Abschreiben tun alle. Aber etwas in eine Form zu gießen, die als Vorlage für Meilensteine gilt- das braucht schon können.
Freud hat auch von der antiken Philosophie und der jüdischen Mythologie abgeschrieben, dass es kracht. Aber er hat es so gemacht, dass es auf eine neue Art fassbar wurde.
Blizzard wäre ohne Warhammer nicht das geworden, was es zu ihren goldenen Zeiten (vor WoW) war.