Pen and Paper - Spielt ihr (noch)?

Spielst du dann online, oder in Person?

Meine jetzige Gruppe trifft sich normalerweise live in Person (bis auf wenn’s mal garnicht anders geht, dann schaltet sich schon mal jemand online dazu, ist aber die Ausnahme).

War aber bei uns im Nürnberger Land echt eine Herausforderung, genug Leute zusammenzukriegen, da sehe ich bei online den großen Vorteil, dass die geografische Nähe da keine Rolle spielt.

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Online D&D und andere bekannte Systeme geht echt super - hatte das weiter oben ja schon mal beschrieben, über Roll20 und derlei lässt sich da viel machen, manchmal vielleicht sogar stimmungsvoller als in Person.

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Jetzt hast Du mir Lust gemacht, das mal auszuprobieren… wo ich gerade Menschen in real life zum spielen getroffen habe… :joy:

Das habe ich überhaupt noch nie gehört und es sieht auf den ersten Blick toll aus. Ich wollte nicht zu viel online darüber lesen und habe nur den Wikipedia Eintrag überflogen. Kann man das Spiel öfter spielen, also die Karten neu mischen, oder ist das nach einer Runde durch? Und das gibt es analog und digital?
Viele Grüße!

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Höre gerade SFS Stationfall und der Talk über Druckerplaneten und abzustempelnde Dokumente erweckt Erinnerungen an vier Abende „Paranoia“ (Online/Roll20). Verrückte Computer, Bürokratie und tödliche Verwaltung.

Empfehlung!

Paranoia braucht aber einen sehr guten SL und mindestens gute Spieler, dann wirds ein großes Klamauk-Kino. Würde es etwa bei Deponia oder Scheibenwelt PnP ansetzen. Und da gehört schon was mit an den Tisch.

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Was immer noch aussteht: Aus Not ne Tugend machen. Roll20/Online Shadow Run, wo jeder bis auf ein Character nur über Headset mit diesem einen Real Guy spricht. Hacker, Rigger und Scharfschütze. Und ein Mr. Wolf, der immer nur telefoniert.

Immersion in Roll20. Statt Surrogat für einen echten Tisch.

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Man spielt es mit normalen Karten für die man in einer Liste nachschaut was sie bedeutet. Geht also beliebig oft so lange eure Fantasie es zu lässt🙂

Analog: https://www.system-matters.de/shop/ein-ruhiges-jahr/
Digital: https://www.system-matters.de/shop/ein-ruhiges-jahr-pdf/

Hier gibt es noch etwas Info zum Hören:

Imo kannst du dir das Spiel nicht durch zu viel Info Verderben, weil der spannende Teil während dem Spiel individuell pro Partie passiert. Eher hilft es sogar einem die Regeln besser zu verstehen und einzuschätzen ob der Gruppe das Spiel gefallen könnte. Z.B. darf man nicht beliebig reden und diskutieren, sondern es gibt feste Regeln wer wann was sagen darf.
Alles was einem gespoilert werden könnte steht in den Regeln die man eh lesen muss.

Falls dich noch mehr Rollenspiele der besonderen Art interessieren, kann dir den verlinkten 3W6-Podcast und deren Discord empfehlen. Da wird auch regelmäßig online gespielt.

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Vielen lieben Dank Sebastian, das habe ich mir geholt. Diese System Matters-Seite ist ja sehr reichhaltig, was alles so an einem vorbeigeht… Eine vielversprechende Alternative zu einer festen Rollenspielrunde (die ich schon vor 30 Jahren nicht zusammenbekommen habe - da saß ich dann mit meinen DSA-Boxen und meinem Aventurischer Bote-Abo.).

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Ich spiele seit 1995 Pen & Paper und es ist eines meiner Lieblingshobbys. Angefangen habe ich, wie so viele, mit DSA, habe aber sehr viele verschiedene Rollenspiele gespielt. Da ich auch Rollenspielsysteme gesammelt habe (inzwischen verkleinere ich meine Sammlung eher wieder), habe ich vor einer Weile mal eine Liste mit denen erstellt, die ich auch tatsächlich gespielt habe und die nicht nur bei mir im Regal rumstehen:

Das Schwarze Auge 3. Edition (anfänger- und erweiterte Regeln) / 4.1 / 5 (nur Solo Abenteuer und Einsteigerbox)
AD&D (2. Edition?) / D&D 3.5 / 5 (Faerûn, Dark Sun)
Ork!
Kobolds Ate My Baby
Kult (das alte W20)
OWoD Vampire / Vampire Dark Age (teilweise mit nWoD Regeln)
OWoD Hunter
OWoD Werewolf Dark Age
Cyberpunk 2020
Violence
Shadowrun 2 / 4 / 5 / Anarchy
Splittermond
Eclipse Phase
Geh nicht in den Winterwald
Der Eine Ring
Unknown Armies
Cthulhu (ganz alte Box „Auf Cthulhus Spur“) / 1. Edition / 2. Edition / 7. Edition
Mechkrieger Rollenspiel
The Shadow of Yesterday
Engel
Midgard (Einsteigerabenteuer)
Earthdawn (Einsteigerabenteuer)
Pathfinder
MERS
Legend of the Five Rings
Private Eye
Degenesis
Dungeonslayers
John Sinclair Abenteuerspiel
Star Wars am Rande des Imperiums (Einsteigerbox)
Herr der Labyrinthe
Der Schatten des Dämonenfürsten
It came from the late, late, late Show
Infinity
Kleine Ängste
All flesh must be eaten
De Profundis
Hollow Earth Expedition
Contact
Aborea
Mutant Year Zero
Space 1889

Momentan spielen wir in meiner Gruppe schon eine Weile D&D 5, das wollen wir demnächst aber mal ablösen. Leider fällt das Spielen derzeit aber auch oft aus, da wir eine kleine Tochter haben, die aus der Krippe alles mitbringt, was man sich an Viren so vorstellen kann. Ansonsten klappt das Spielen aber auch mit ihr am Tisch verhältnismäßig gut (noch ^^).
Während der Pandemie haben wir auch online gespielt, das ist für mich aber irgendwie nicht so das wahre, aber jetzt können wir ja zum Glück wieder offline spielen :slight_smile:

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Eine beachtliche Liste! Hast du Favoriten oder Geheimtipps?

P.S.: Wenn du schreibst, du würdest deine Sammlung verkleinern…und du suchst Leute, die das Zeug abnehmen… :innocent: wir können immer gern per PN verhandeln

Ja, da ist mit den Jahren so einiges zusammengekommen. Wobei ich einiges auch auf Conventions etc. ausprobiert und nie selbst besessen habe. Andererseits gibt es noch einige Spiele, die ich besitze, aber nie gespielt habe :sweat_smile:

Was Geheimtipps angeht:
Puh, gute Frage … das kommt natürlich immer ganz darauf an, was man möchte.
Eines meiner absoluten Favoriten, was wiederum aber ziemlich unbekannt ist, ist Eclipse Phase. Das eine Science-Fiction Rollenspiel mit Cyberpunk- und Horror-Elementen. Der Clou bei dem System ist, dass die Menschheit eine Technologie entwickelt hat, mit der das Bewusstsein in einen anderen Körper übertragen, gesichert und kopiert werden kann. Wer hier an die Serie Altered Carbon, oder die Romanvorlagen denkt, liegt genau richtig. Dadurch ergeben sich spieltechnisch total viele interessante Dinge. Die Spielleitung kann viel leichter Charaktere auch mal „einfach“ sterben lassen. Dann wird einfach ein Backup geladen und ein neuer Körper besorgt. Außerdem ergeben sich dadurch Plots, die in anderen Systemen so nativ eher nicht möglich sind. Ich habe z.B. mal ein Abenteuer geleitet, wo die Charaktere in neuen Körpern auf einem fremden Raumschiff aufgewacht sind und keinerlei Erinnerung an die letzten 2 Wochen hatten. Die Spieler:innen haben sich dann durch das Schiff gekämpft und am Ende wurden sie von sich selbst gerettet und es hat sich herausgestellt, dass sie illegale Backups von sich selbst gespielt haben, die ein Bösewicht in neue Körper geladen hatte.
Zudem hat das auch den Vorteil, dass man auch im späteren Spiel noch Plots spielen kann, für die das Powerlevel der Charaktere eigentlich zu hoch sind. Da in der Welt das reisen auch meistens per Needlecast funktioniert, also das Bewusstsein einfach verschickt und am Zielort in einen neuen Körper geladen wird. Also kann die Spielleitung einfach sagen, dass es auf dem Zielplaneten z.B. nur minderwertige Körper ohne viel Cyberware etc. gibt.
Mach wirklich viel Spaß das Spiel. Inzwischen gibt es auch die zweite Edition, die auf den ersten Blick noch mal etwas gestreamlined wirkt. Leider gibt es das System aber nur auf Englisch, aber das ist ja nur bedingt eine Hürde.

Bei Fantasy würde ich, entgegen dem derzeitigen D&D-Trend, Splittermond empfehlen. Das System ist zwar relativ crunchy, aber immer noch verhältnismäßig gut geballanced und die Welt ist sehr atmosphärisch und dicht beschrieben, ohne dass es so pedantisch und schwaffellig wird, wie ich es bei DSA teilweise empfinde. Ganz besonders die kleinen Regionalbeschreibungshefte, bei denen auch immer ein bis zwei Abenteuer dabei sind, sind absolut empfehlenswert.

Außerdem finde ich fast alles interessant, was der Fria Ligan Verlag herausbringt, aber da habe ich bisher zu wenig von gespielt, um es wirklich empfehlen zu können :slight_smile:

Ich fühle mit Dir. Ging und geht mir genauso… :expressionless:

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Guter Mann! :smiley:

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Ich bin großer Fan der Free League-Spiele. Allerdings gibt es da durchaus Unterschiede - Coriolis: The Third Horizon merkt man z.B… an, dass es ein relativ frühes Spiel und deshalb etwas sperriger als andere Titel ist (der Nachfolger wird ja dann auch gerade auf Kickstarter finanziert und stellt sich deutlich anders dar), mit Symbaroum verbindet mich eine gewisse Hassliebe. Dafür finde ich z.B. Forbidden Lands ziemlich großartig und hatte viel Spaß mit dem System und der Raven’s Purge-Kampagne (leider kam dem Spielleiter dann „das Leben“ dazwischen und wir haben letztlich abbrechen müssen).
Generell muss man m.E. bereit sein, sich ein Stück weit darauf einzulassen, dass die Regeln nicht 100% poliert sind und man ggf. per Hausregeln ein bisschen nachhelfen muss. Und die Abenteuer sind auch nicht immer optimal aufbereitet und es gibt eine gewisse Tendenz zu eindrucksvollen Set Pieces, zwischen denen der SL die Gruppe dann herlotsen muss. Trotzdem trifft das bei mir oft genau den Nerv, der mich dazu bringt, den Rollenspiel-Pile of Shame noch weiter zu vergrößern :sweat_smile:

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