Ein Spiel im Stil der Telltale-Games wie z. B. Walking Dead, das heißt viel Handlung mit Entscheidungsmöglichkeiten, deren Auswirkungen mehr oder weniger minimal sind, und dabei eher wenig echtes Gameplay liefert. Aber ich muss sagen, den Titel fand ich richtig gelungen.
Die Handlung spielt in einem eigenen Superheldenuniversum. Die Hauptfigur ist ein ehemaliger Superheld in einem Mech-Anzug, dessen Anzug nach einem Kampf zerstört wurde. Um diesen repariert zu bekommen, muss er als Einsatzkoordinator für eine Firma arbeiten, die Superhelden managt, wobei sein Team aus ehemaligen Schurken besteht, die sich rehabilitieren möchten.
Diese Einsatzkoordination ist das Kernelement, das ich als mehr oder weniger echtes Gameplay bezeichnen würde. Das Spiel ist in Episoden aufgeteilt, und in jeder Episode gibt es bis zu zwei Koordinationseinsätze, die im Grunde eine Art Zeitmanagementspiel sind. Ein Notfall taucht auf einer Einsatzkarte auf, und man muss einen oder mehrere Helden dorthin schicken. Durch die Einsatzbeschreibung kann man erahnen, welche Fähigkeiten ungefähr gebraucht werden, und schickt die Leute los, von denen man denkt, dass sie den Einsatz gut erledigen können.
Nach jedem Einsatz braucht ein Held eine Pause, und richtiges Management ist zwar grundsätzlich wichtig, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich großartig auswirkt, wie gut oder schlecht man spielt.
Die Präsentation dieser Einsätze ist recht schlicht und besteht in erster Linie aus Textboxen und Bildern.
Zwischendurch gibt es auch noch ein Hacking-Minispiel, das relativ simpel ist und mehr oder weniger daraus besteht, die richtigen Tasten zu drücken.
Was das Spiel aber auszeichnet, ist seine Inszenierung, und die ist tatsächlich sehr gut gelungen. Obwohl es 3D-Figuren sind, sieht es durch die comicartige Grafik sehr ähnlich aus wie moderne Cartoons wie Invincible oder Legend of Vox Machina. Den Actionszenen fehlt zwar etwas Wucht, aber den Rest fand ich gut inszeniert.
Die Handlung zieht zwar erst gegen Ende richtig an, aber davor gibt es einige gute Charaktermomente. Ich mochte die Figuren, und die englische Vertonung ist hervorragend.
Insgesamt also wirklich gute Unterhaltung, und ich kann das Spiel nur empfehlen, wenn man mit Titeln wie Walking Dead etwas anfangen kann und der Superheldenthematik nicht völlig abgeneigt ist.
Zumindest mit einem PS Portal und entsprechender Plus Mitgliedschaft sollte es mittlerweile auch direkt aus der Cloud funktionieren ohne dass man eine PS4/5 braucht.
Ob es einfach auf einem Smartgerät oder PC funktioniert weiß ich aber nicht.
Vielleicht kannst du dann ja eine PS5 mieten (z.B bei Grover) oder du findest eine Bibliothek die eine verleiht. Meine Stadtbibliothek hat eine PS5 im Verleih und ich bin gerade auf der Warteliste
42 Bosse traten an, 42 Seelen in meinem Knappsack. Dark Souls 2 ist im NG beendet, wenn auch weit jenseits der 100 %. Aber wer bin ich, mir solche Ziele zu setzen? Vaylan?
Unterm Strich hatte ich mit Teil 2 saumäßig Freude. Auch wenn die lautstark im Netz verkündeten Kritikpunkte allesamt korrekt sind (unsaubere Hitboxen, zu hohe Gegnerzahlen, zu hohe Aggro-Range, mangelnde Verwobenheit der Schauplätze, eintönige Bosse, kaputte Lock-on-Funktion, schummelnde Gegner, versteckte lebenswichtige Mechaniken wie ADP…), war der Trip durch Drangleic allein durch seine grandiose Stimmung und Atmosphäre jeden Controller-Biss wert. Bis auf einzelne Aussetzer wie die Frigid Outskirts, die Cave of the Dead oder die Iron Passage waren auch die DLCs echte Highlights, allen voran Frozen Eleum Loyce.
Ha, das trifft sich gut. Ich besitze den zweiten Teil und möchte ihn auch endlich spielen, bekomme aber keine konkrete Antwort auf folgende Frage : Vanilla oder Scholar of the first Sin ? Hast du da ne Tendenz?
Allein die DLCs sind SotFS schon wert. Aber insgesamt hats die Schwierigkeit nochmal ordentlich angezogen, weil offenbar nochmal 10 % mehr Feinde in die sowieso schon überbevölkerten Level geworfen wurden.
Ah, allerdings wurden die Zugangs-Items zu den DLC-Bereichen derart absurd random in der Welt verteilt, dass zumindest zwei von ihnen ohne Wiki nicht erreichbar sein werden.
Ok. Danke euch beiden. Im Netz ist die Debatte ja bis heute nicht richtig geklärt und gefühlt haben beide Versionen ihre Licht- und Schattenseiten.
Ich denke, dann wird es Scholar of the first Sin….DS2 wäre dann das letzte FromSoft Souls Game das ich noch beenden muss und ich werde wahrscheinlich nur Spaß mit dem Titel haben wenn ich meine Erwartungen allgemein etwas herunterschraube.
Ich hab gerade Alone in the Dark (2024) zumindest mal mit Emily beendet. Das ist eigentlich ein hübsches Spiel, das gerade auf erzählerischer Ebene ein paar witzige Twists hat. Die offensichtlichen Querreferenzen auf das Original fand ich jetzt zwar nett, aber nicht so genial, wies bei manchem Reviewer gemacht wird. Aber die Art, wie das Spiel einer Lovecraft-Story erzählt ist erfrischend und sehr… Lovecraftig? Es geht alles auf sein konsequentes Ende zu. Jetzt nicht das beste Spiel aller Zeit, aber das kann man schon mal machen. Hab auch pünktlich zum Endboss die 8-Stunden-Marke erreicht, also gut knackig.
Ich hab das auf der PS5 ausprobiert, hatte aber immer so eine eklige Asynchronität zwischen Bild und Ton in den Zwischensequenzen. War das bei Dir auch noch so? Wollte es ja gerne spielen, aber das hat es mir irgendwie vergällt.
Ist mir jetzt nix aufgefallen, auch PS5. Ich bin da nicht so super sensibel allerdings, sowas fällt mir auf, ist mir dann aber auch mittel egal, solangs im Rahmen bleibt. Die Cutscenes sind nicht unbedingt A-Ware.
Ah, eins wollt ich noch sagen: das vielgescholtene Kampfsystem find ich garnicht so schlecht, es spielt sich nur sehr unintuitiv. Es bestraft ziemlich hart, wenn man einfach gut gezielte Schüsse setzen will. Gegner werden relativ einfach, wenn man ne halbe Sekunde durchatmet, aber dann doch eher mal so 5 Schüsse in deren Richtung setzt. Das find ich ein witziges Tuning, das von Resident Evil abweicht und den Character gerade von Emily als mittelmässig trainierte Schützin unterstreicht. Wer hier volle entspannte Supersoldaten-Kontrolle sucht, wird sie nicht finden und echte Probleme damit haben.
Hat Spaß gemacht, gefiel mir aber weniger als der erste Teil. Das lag zum großen Teil am Writing, das mich nicht voll überzeugt hatte. Die Geschichte an sich ist interessant konstruiert, aber nicht besonders gut erzählt. Charaktere entwickeln sich nicht weiter, Personen werden seltsam eingeführt, Dialoge wirken irgendwie platt, und es scheint an Recherche zu fehlen. Beispiel: Einmal sagt Kathy den Satz: “Na toll, er hat das Gemüt eines Vierjährigen mit einer Empathiestörung.” Dabei ist Empathie bei vierjährigen Kindern noch nicht entwickelt und kann daher nicht gestört werden.
Ich mag Kathy als Charakter, aber der zweite Teil macht sich so viel Mühe, bei jeder Gelegenheit zu zeigen, wie badass sie doch ist, dass es ermüdend ist. Außerdem fand ich das Ende etwas verworren, obwohl ich vor dem Spiel noch Kathy Rain 1 durchgespielt hatte. (Und das sollte man auf jeden Fall tun, denn sonst versteht man am Ende von Soothsayer nur Bahnhof.)
Mir waren die Rätsel auch viel zu einfach. Einerseits fand ich es cool, wie Kathy mich immer wieder mit dezenten Hinweisen auf die Lösungen gebracht hat, andererseits fehlten mir Aha-Erlebnisse, die ich bei Adventures so schätze, und die nur auftreten, nachdem man vor der Lösung etwas festhängt. Soothsayser wirkt eher wie eine Visual Novel als wie ein Puzzle-Adventure.
Noch eine Sache, die mich gestört hat, waren die zusätzlichen Grafiken. In Dialogen sieht man die Personen in Nahaufnahme, es gibt viele Zwischensequenzen etc. An sich eine coole Idee, aber die Charaktere sahen dabei für mich selten konsequent aus. Vor allem Kathy hatte gefühlt in jeder Zwischensequenz ein anderes Aussehen.
Aber aller Kritik zum Trotz – Kathy Rain 2 gehört mit zu den spannendsten Mystery-Adventures der letzten Jahre und sollte von den Fans des Genres gespielt werden.
Gestern Silent Hill f den ersten Durchgang beendet. Ich finde es super und kann die Kritiken das es so anders ist nicht ganz verstehen. Ja das Kampfsystem wurde ein modernisiert - was sich aber passend anfühlt. Doch der Ganze Charme der „metapherartigkeit“ und das alle irgendwie aneinander vorbei reden wie bei SH2 finde ich präsent.
Das japanische Setting ist super und das Game ist generell optisch eine Bombe. Ok, es ist jetzt für mein Empfinden vielleicht etwas weniger gruselig, aber mei.
Ob ich noch ein anderes Ende erspiele, weiß ich aber nicht. Bin nicht so der NG±Geniesser.
Ich will nur meine Meinung ergänzen und dir deine keinesfalls absprechen.
Was mich sehr an SH f gestört hat:
Es war teilweise, aufgrund der Kämpfe, bockschwer, weil man super schnell extrem viel Leben verliert
Es gibt extrem viele Kämpfe. Viel zu viele für so ein Genre m.E.
Man läuft 3-4x durch dieselbe Stadt. Immer wieder. Und auch in der anderen Welt sah vieles immer gleich aus. Für mich fühlt sich sowas stark uninspiriert an, wenn man immer und immer wieder die gleichen Gegenden abläuft. Und wenn es neue Gegenden sind, sehen sie genauso aus, wie die alten. Das hat sogar SH1 und Resi1 bei wesentlich weniger grafischen Möglichkeiten deutlich besser hinbekommen.
Das Setting selbst war top, die story nicht so stark wie frühere Spiele aber okay. Ich fand die Charaktere teilweise etwas arg drüber.
Freut mich, dass es endlich mal noch jemand gespielt hat. Ich fand es super und total atmosphärisch. Ist leider wohl komplett untergegangen und ein Sequel können wir uns wohl klemmen.
48h 32m Nettospielzeit. Ich hab nicht alles 100% gemacht, aber das meiste.
Ich hab hier schon was dazu geschrieben und das Spiel hat bis zum Schluss durchgehalten. Ich hatte richtig Spaß. Die Story ist toll und gut erzählt, Charaktere sind interessant und das Kampfsystem macht bis zum Ende Spaß, ist aber auch nicht zu komplex.
Ich hab Avowed ja mit Skyrim verglichen und das passt nach wie vor in vielen Teilen. Skyrim ist deutlich größer, es gibt viel mehr abseits der Hauptquest zu sehen, dafür ist Skyrim erzählerisch schlecht. Avowed hat 5 Gebiete mit jeweils der Hauptquest, „nur“ 5-10 Nebenquests und ein paar Bounty-Aufträge, im Prinzip Worldbosse. Aber die Quests sind in der Regel alle gut und haben was zu erzählen. Die Hauptquest hat auch einige Twists und große Momente.
Was ich bei meinem Ersteindruck noch nicht bemerkt hatte: Man muss im Laufe der Handlung Entscheidungen treffen. Entweder im Dialog oder durch Taten. Auch einige Nebenquests haben Einfluss auf spätere Ereignisse. Manchmal ist offensichtlich, was die „richtige/gute“ Entscheidung ist, manchmal ist die Entscheidung aber auch zwischen „schlecht“ und „schlecht“. Das fand ich insgesamt ganz cool und ich hab mich gefreut, als ich später Charaktere getroffen habe, die 20 Stunden zuvor gerettet habe. Aber es ist kein Baldur’s Gate 3. Ganz am Ende gibt es wie bei Pillars of Eternity noch eine „Abrechnung“, bei der eine Erzählerin anhand schöner Artworks beschreibt, wie es in der Welt weitergeht und wie sich meine Entscheidungen ausgewirkt haben.