Aha, das ist wohl in der Tat der Disconnect.
Mag sein, dass einige das so sehen, aber für mich sind meine zahlreichen Patreon-Mitgliedschaften erstrangig: Ich mag das was du/ihr da macht, ich gebe euch Geld, damit ihr das weiterhin so machen könnt, und vielleicht sogar mehr davon. Zweitrangig: Vielleicht erkauf ich mir dann auch mehr davon (Unterstützerinhalte), oder krieg es zumindest früher. Drittrangig: Ich erkaufe euch damit ein Stückchen mehr Freiheit von Sponsoren, und dadurch mehr potenzielle Unabhängigkeit in den Inhalten.
Und das ist’s.
Eine Erwartung, dass ich dadurch “mehr” als ein Konsument bin, habe ich überhaupt nicht. Finde ich auch grundsätzlich fehl am Platze (also ganz unabhängig ob man mit Geld unterstützt oder nicht). Ich bin am empfangenden Ende, nicht am produzierenden.
Jetzt verstehe ich das mit der “Entfremdung” zumindest auch ein bisschen mehr, auch wenn ich der Prämisse die dazu führt nicht folge.
EDIT: Möchte klarstellen, dass das nix mit Kritik zu tun hat. Kritik sollte jeder jederzeit machen dürfen, alle Menschen auf der Welt. Rausposaunen, und untereinander austauschen. Aber ob die Autoren auch nur einen Hauch der Kritik beherzigen, oder überhaupt wahrnehmen, ist nicht meine Sache. In der Politik ist das natürlich anders, aber wir sind ja zum Glück nicht in der Politik.